Dresdner Bank

(Bank of Dresden), die zweitgrößte Geschäftsbank der Bundesrepublik Deutschland. Sie gehört neben der Deutschen Bank und der Commerzbank zu den „Big Three“ unter den westdeutschen Banken, den sogenannten Grossbanken.

Die Dresdner Bank wurde 1872 in Dresden mit einem Grundkapital von 9,6 Millionen Mark gegründet und hat seitdem Dutzende weitere Banken übernommen. Während der Weltwirtschaftskrise von 1929-33 stand die Bank kurz vor dem Bankrott, überstand die Krise jedoch mit Hilfe der Regierung, wurde stärker und absorbierte die große Danatbank (Deutsche Nationalbank). Die Dresdner Bank gewährte der faschistischen Regierung große Kredite und beteiligte sich aktiv an der Plünderung von Industrieunternehmen und Banken in besetzten Ländern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es mit direkter Unterstützung der westlichen Besatzungsmächte restauriert, 1947-48 wurden in Westdeutschland 11 Nachfolgebanken gegründet, eine in jedem Land, auf der Grundlage von Filialen der Dresdner Bank, und die ehemaligen Eigentümer der Dresdner Bank wurden die Leiter dieser 11 Banken. 1949 wurde auf der Grundlage der Berliner Filiale der Dresdner Bank eine Handels- und Industriebank gegründet. 1952 wurde das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in drei Bankregionen, den Norden, den Westen und den Süden, unterteilt, und anstelle der ehemaligen 11 wurden drei Banken gegründet. 1956 wurde die Dresdner Bank durch eine Fusion dieser Banken vollständig restauriert und erhielt ihren früheren Namen. Die Dresdner Bank ist über ineinandergreifende Direktionen mit Vertretern des westdeutschen Finanzkapitals wie Flick und Siemens verbunden. Der Hauptsitz befindet sich in Frankfurt am Main.

1970 hatte die Dresdner Bank über 750 Filialen sowie Vertretungen in Großbritannien, den USA, Frankreich, Japan, Spanien, der Türkei, der Arabischen Republik Ägypten und dem Libanon. Die Deutsche Südamerikanische Bank vertritt die Bank in Argentinien, Brasilien, Peru, Mexiko, Venezuela und anderen lateinamerikanischen Ländern. Das Grundkapital der Dresdner Bank stieg von 220 Millionen Mark im Jahr 1961 auf 400 Millionen Mark im Jahr 1970. Von Anfang 1961 bis Ende 1970 stieg die Bilanzsumme der Bank von 8 Mrd. Mark auf 28 Mrd. Mark, die Einlagen von 7 Mrd. Mark auf 25,9 Mrd. Mark und die Rabatte und Kredite von 4,6 Mrd. Mark auf 23,8 Mrd. Mark.

M. I. E. BORTNIKS

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